Bierpreis 2010

Heiß begehrt: Biermarken
Heiß begehrt: Biermarken

Neben der Reservierungspolitik bietet auch der jährliche Maßpreis genügend Diskussionsstoff. Während der Bierpreis in den letzten Jahren dankenswerter Weise stabil geblieben ist, gibt es heuer eine saftige Preiserhöhung.

7,40 EUR - das Maß aller Dinge

In den letzten vier Wiesnjahren mussten die Herbstgäste 6,80 EUR für eine Maß des süffigen Märzenbiers auf den Tisch legen. Ein recht angenehmer Preis, insbesondere für Besucher, die nicht so großzügig Trinkgeld geben und somit auf glatte sieben Euro aufrunden konnten.

 

Doch dieses Jahr schnellt der Preis heftig nach oben. 7,40 EUR muss man nun für eine Maß Bier oder ein knuspriges Wiesnhendl löhnen.

 

Der Verfasser möchte jetzt nicht alten Zeiten nachweinen, aber in DM wäre das eine Erhöhung von rund 1,20 DM...

 

Man kann sich kaum daran erinnern, dass jemals so ein deutlicher Preissprung nach oben angesetzt wurde. Auch die Wirtschaftslage rechtfertigt eigentlich kaum einen solchen Anstieg. Klar: Mit diesem Preis liegt Rosenheim noch immer im unteren Niveau. Bei Veranstaltungen wie dem Münchener Oktoberfest oder der Erlanger Bergkirchweih müssen die Besucher einiges mehr zahlen. Dennoch verträgt sich diese Anhebung nicht mit der Herbstfestpreispolitik. Während viele Schausteller an ihren Geschäften teilweise Fahrpreise am Familientag für 1 EUR anbieten oder seit Jahren die gleichen Preise haben, zieht der Gastronomiebereich stetig an. Der Wirtschaftliche Verband wäre hier gefragt. Essen und Trinken muss zwar jeder Wiesnbesucher, doch sollte man sich auch bewusst sein, dass ein Herbstfest ohne Vergnügungspark und jährlich neuen Attraktionen auch nichts wert ist. So verwundert es nicht, dass viele Schausteller lieber ihrer alten Stände und Fahrgeschäfte einmotten und stattdessen ebenfalls auf den Gastronomiebereich setzen.

Auch trinkgeldtechnisch erweist sich der neue Preis als ziemlich unvorteilhaft. 7,50 EUR wäre wohl etwas gering angesetzt und gleich auf volle acht Euro aufrunden dürfte bei vielen Wiesnbesuchern (gerade beim ersten Wochenende am Monatsende) ein noch größeres Loch in den Geldbeutel reissen.

 

Wenn hier schon eine solch deutliche Preispolitik betrieben wird, bleibt wenigstens zu hoffen, dass uns dieser Preis einige Jahre erhalten bleiben wird und die Wiesnwirte und Brauereien die Einnahmen auch für Investitionen nutzen die allen Besuchern zu gute kommen. Gerade die Inntalhalle hat im Hinblick auf die Kapazitäten der Sanitäranlagen sowie der Attraktivität des Festhallenschmuckes noch erheblichen Nachholbedarf.

 

 

Update:

Wie der Wirtschaftliche Verband auf der heutigen Herbstfestpressekonferenz bekanntgegeben hat, wird der Maßpreis im Jahr 2011 zur "Jubiläumswiesn" konstant bleiben. Mit den Wiesnwirten und Brauereien wurde bereits vereinbart, dass es nächstes Jahr keine Preiserhöhung gibt.

 

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