Die Wiesn-Cops Teil 1

Das 148. Rosenheimer Herbstfest startete am Samstag erwartungsgemäß mit einem großen Besucherandrang. Trotz der vielen Besucher aus nah und fern waren die Wiesnwachbeamten auf dem Festgelände am ersten Wiesn-Tag nur selten gefordert.

Lesen sie hier die kuriosesten Polizeieinsätze des Wochenendes.

Samstag:

 

Aber was wäre eine Wiesn ohne alkoholbedingte „Ausfallerscheinungen“ und so kam bei Polizei und Ordnungsdiensten dann doch keine Langeweile auf. Die verstärkten Polizeikräfte hatten vorwiegend nach Herbstfestschluss in der Rosenheimer Innenstadt noch bis in die frühen Morgenstunden alle Hände voll zu tun  Vorwiegend Streitigkeiten zwischen mehr oder weniger alkoholisierten Nachtschwärmern waren polizeilich zu schlichten. Hier die „Festplatz-Highlights“ des ersten Tages:


„Arrivederci“
hieß es für einen Bierzeltgast aus Italien nachdem er bereits um 20.30 Uhr die freucht-fröhliche Stimmung nicht mehr im Griff hatte und unter die vollbesetzte Biergarnitur auf die Füße einer Frau urinierte. Der 33-Jährige aus der Region Venetien wurde umgehend aus dem Zelt entfernt und der Wiesnwache übergeben. Das Rosenheimer Herbstfest endete so für ihn bereits frühzeitig mit einer Beleidigungs-anzeige und einem Wiesn-Verbot.


„Konsequent“

wie angekündigt, führten bereits am ersten Wiesntag Jugendamt und Polizei ihre Jugendschutzkontrollen durch. Zwei 14-jährige Mädchen, die aufgrund ihrer übermäßigen Alkoholisierung vom BRK versorgt und von den Eltern abgeholt werden mussten belegen, wie wichtig diese Kontrollen zur Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen sind.


„Vorsicht Spanner“
Zivilbeamte bemerkten gegen 20.10 Uhr, nahe der Grünanlagen beim Friedhof, zwei 64-jährige Männer die Frauen bei der Verrichtung der Notdurft in den Grünanlagen beobachteten. Beide Männer aus dem Raum Augsburg erhielten einen Platzverweis. Die Polizei bittet die weiblichen Wiesngäste zu ihrer eigenen Sicherheit nur die Toilettenanlagen zu benutzen.


„Festgenommen“
wurden von Zivilbeamten zwei 22 und 28 Jahre alte Herbstfestbesucher, die auf dem Festgelände Haschisch und Amfetamin bei sich führten. Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt und die beiden Drogenkonsumenten angezeigt.


„Eingebremst“

werden mussten bei Wiesnschluss noch zwei trinkfreudige Burschen, die die Preistafel eines Getränkestandes gewaltsam herunterrissen und dann damit ihre „Kung-Fu“-Fertigkeiten zur Schau stellten. Beamte der nahegelegenen Wiesnwache beendeten das Spektakel der beiden „Möchtegern-Bruce-Lee“. Der Lohn für ihre Entgleisung – eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und das gefürchtete Wiesnverbot.

 

Sonntag

 

Das spätsommerliche Traumwetter lockte am ersten Wiesn-Sonntag wieder Tausende aufs Herbstfestareal. Insgesamt ein friedlicher, aber dennoch recht abwechslungsreicher Wiesntag für die Polizeikräfte. Vor allem in den Abendstunden sorgten dann doch wieder ein paar „gspassige“ und all zu durstige Gesellen für Stimmung bei den Ordnungshütern. Hier die „Wiesnschmankerl“ des Sonntag aus polizeilicher Sicht:


„Aus is“
für 13 (!) Herbstfestchaoten endete das diesjährige Herbstfestvergnügen bereits am ersten Wiesnwochenende. Konsequent, wie angekündigt, werden alle, die sich daneben benehmen und Straftaten begehen die „rote Karte“ fürs Herbstfest erhalten. Also bitte, runter vom Gas!!


„Ja wo sama denn“
am Spätnachmittag schnappten sich die Wiesnwachbeamten einen 50-jährigen Raublinger der auf dem Festgelände mit einer geladenen Schreckschusswaffe im Gürtelholster herumlief. Logische Konsequenz - Festnahme, Sicherstellung der Waffe, Wohnungsdurchsuchung, Anzeige wegen waffenrechtlicher Verstöße und natürlich Wiesnverbot.


„Süßes Früchtchen“
weil er offenbar Heißhunger auf Süßes, aber wenig Moos in der Hos(e) hatte, klaute ein 14-jähriger von einem Stand ein Päcken Kokoswürfel. Leider hatte er nicht mit den wachsamen Augen der Wiesnstreife gerechnet. Fazit – statt mit Kokoswürfel trat er mit Diebstahlsanzeige und Wiesnverbot den Heimweg an.


„Völlig daneben“
waren offenbar ein paar Wiesnfreunde, die bereits mit dem Abbau der Zeltanbauten an der Inntalhalle begonnen haben. Von der 2 x 5 Meter großen Zeltabdeckung und den „Akteuren“ fehlt noch jede Spur. Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, das Herbstfest dauert noch bis 13. September. Also bitte, alles so stehen lassen!


„Dumm gelaufen“

weil sie offenbar zu faul (oder auch nicht mehr recht in der Lage) waren vom Festgelände zum Busbahnhof zu gehen, schnappten sich zwei 21 und 23 Jahre alte Burschen nach Wiesnschluss ein unversperrtes Fahrrad an der Kaiserstraße und versuchten damit in die Innenstadt zu gelangen. Es blieb beim Versuch – eine Polizeistreife beendete nach wenigen Metern die illegale und mehr als wackelige Fahrradtour der beiden. Lohn der Aktion – Anzeige wegen Fahrraddiebstahl und Trunkenheitsfahrt (beide hatten zusammen knapp vier Promille!).

 

 

Quelle: Pressemitteilung des PP Oberbayern Süd

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