Die Ruhe vor dem Sturm

Ein seltener Anblick...
Ein seltener Anblick...

Der Tag vor der Wiesn ist immer etwas Besonderes. Irgendwie ist in der ganzen Stadt eine ganz bestimmte Stimmung spürbar. Drehen Sie mit uns eine letzte Runde über den Festplatz bevor es morgen endgültig losgeht.

Einen Tag vor dem Herbsfeststart ist eigentlich alles fertig. Und doch sieht man an manchen Ständen, Zelten und Fahrgeschäften  noch zahlreiche Hände, die die letzten Arbeiten verrichten und den Attraktionen den letzten Feinschliff geben. Alles wirkt irgendwie so sauber und aufgeräumt. Macht man einen kurzen Abstecher in die Festzelte sieht man blitzblanke Tische und einen besenreinen Boden auf dem nicht mal eine Zigarettenkippe liegt. Ein Anblick den man in den nächsten 16 Tagen nicht mehr haben wird. 

 

Auch draußen ist man nicht allein. Zahlreiche Neugierige pilgern vorallem in den letzten Tagen auf die Loretowiese. Man schaut was es Neues gibt und wie der Aufbau voranschreitet. Fast hätte man gedacht die Rosenheimer Veranstalter machen es dem Oktoberfest gleich und Zäunen den Platz vor Festbeginn ab. Aber als die größten Baumaßnahmen beendet waren wurden die Gitter an den Eingängen wieder entfernt und Veranstaltungsgelände wieder "zur Besichtigung" freigegeben.

 

Vorallem kleinen Kinder bewundern mit großen Augen die Fahrgeschäfte und freuen sich, dass ihr Kinderkarussel oder ihr Lieblingsstand auch dieses Jahr wieder vertreten ist.

 

Doch wenn man es genau nimmt, herrscht wahrlich keine "Ruhe" auf dem Platz. Die Dreder Musi beschallt bereits am späten Nachmittag das Flötzinger Zelt und macht die letzten Proben bevor es am morgigen Samstag Ernst wird.

 

Vor dem Prosecco Stadl ist im neuen Außenbereich die komplette Mannschaft versammelt und erhält von den Geschäftsführern eine Einweisung was in den nächsten Tagen zu tun sein wird.

Auch im Tatzlwurm ist der ein oder andere Tisch besetzt, um die ein oder andere Weinprobe durchzuführen.

 

Keine 24 Stunden bis zum Start:

 

Am traditionellsten ist jedoch immer am letzten Freitag im August der Wiesnanstich im AuerBräu. Zahlreiche Dirndl- und Lederhosenträger pilgern in die Inntalhalle um sich am Tag vor dem Wiesnstart mit Freibier und kulinarischen Köstlichkeiten versorgen zu lassen. Gerade dies werden nämlich die meisten dieser Gäste in den nächsten Tagen nicht mehr genießen werden. Geladen sind dort vorallem die meist ehrenamtlichen Helfer ohne die eine Großveranstaltung wie das Herbstfest nicht mehr durchgeführt werden könnte. Von den Rettungsdiensten über die Feuerwehr bis hin zur Polizei sind hier all diejenigen Vertreten die ihren Dienst während der Wiesnzeit für die Sicherheit der Besucher leisten werden. Jahr für Jahr eine nette Geste, gerade da man die meisten dieser Personen im Hintergrund tätig sind und die geleistete (zum Teil körperlich harte Arbeit) kaum gewürdigt wird.

 

Wir beenden unseren Rundgang vor Wiesnstart wieder und stellen uns doch die Frage was noch fehlt? Alles ist aufgebaut, Leute haben wir gesehen, fesche Trachten konnten wir bereits bewundern und auch die Musi hat gespielt. Und dann wird es einem klar: Es fehlt einfach noch dieser unnachahmliche Herbstfestgeruch. Kennen Sie das nicht auch, wenn Sie auf dem Weg zur Loretowiese bereits den Duft von frisch gebrannten Mandeln und Zuckerwatte in der Nase haben? Ein Hauch von einem frisch gebratenen Hendl und saftigen Steckerlfisch? Genau das ist es was uns noch gefehlt hat. Spätestens morgen werden die Öfen und Grills angeschmissen und das Bier fließt hektoliterweise durch die Zapfhähne. Wir freuen uns drauf!

 

Bis morgen!

 

Ihr wiesn.ro Team

 

 

Danke an die Herbstfest-Lokalisten-Gruppe für die Bereitstellung der Fotos.

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